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Verantwortlich für die Website: Jürgen
Bajuwarenhaus
Das Bajuwarenhaus
Die Lebensweise unserer Vorfahren veranschaulichen



Wie das Volk der Bajuwaren entstanden ist, kann die Wissenschaft noch nicht genau erklären. Man sagt heute: Aus einer Mischung germanischer Zuwanderer mit Einheimischen (Keltoromanen) bildete sich um ca. 500 n. Chr. im Land das Volk der Bajuwaren. Sie scheinen nicht als bereits fertiges Volk hierher gekommen zu sein.

Der Tradition gemäß wurden die Bajuwaren mit Grabbeigaben bestattet – die Frauen mit ihrem Schmuck, die Männer mit ihren Waffen.

1987/88 wurde in einer großen archäologischen Grabung in Waging
der Teil eines bajuwarischen Reihengräberfriedhofs mit 240 Bestattungen dieser Einwanderer freigelegt, wobei zahlreiche Grabbeigaben geborgen werden konnten.
1990/91 entdeckte man im Nachbarort Petting ebenfalls einen bajuwarischen Friedhof mit 750 Grabstellen. Auch hier wurden bedeutende Funde gemacht, jedoch war ein Großteil der bajuwarischen Gräber schon in der Vorzeit durch Grabräuber zerstört worden.

1995/97 baute die Marktgemeinde Waging am See das Bajuwarenmuseum, landesweit das einzige dieser Art, wo man diese Funde anschauen und sich über die Vorfahren der Baiern/Bayern insgesamt informieren kann.

Eine Partnerschaft mit der Archäologischen Staatssammlung München stellt die Wichtigkeit der Entdeckungen in Waging unter Beweis.



Weiterführender Gedanke
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Um das Museum zu unterstützen und die finanzielle Last der Gemeinde zu minimieren, wurde die Idee des Bajuwarenhauses geboren. Es soll archäologisch-experimentelle und andere Aktivitäten ermöglichen, die dazu beitragen, das Interesse an den Bajuwaren im Besonderen und an der Geschichte allgemein zu wecken.
2007 wurde dann das Bajuwarenhaus eröffnet, in und mit dem die Bajuwaren nicht museal, sondern lebensnah vorgestellt werden sollen.

Nicht alle Mitbürger heißen das Bajuwarenmuseum gut. Ihnen sind die Kosten für diese „Kultur-Einrichtung“ ein Dorn im Auge.





Engagement Vieler

Im Waginger Kurpark wurde unter Federführung des Vereins für Heimatpflege und Kultur Waginger See e.V. seit dem Jahresende 2006 auf einer von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Fläche ein hölzerner Ständerbau vom Typ des germanischen Langhauses errichtet, an dessen Zustandekommen viele mitwirkten. Die Staatliche Fachschule für Holztechnik Rosenheim fertigte den computergenerierten Plan, Lehrer und Zimmerer-Schüler der Staatliche Berufsschule I Traunstein setzten die Skizze ins Werk, das Holz dazu kam als Spende vom Forstbetrieb Berchtesgaden sowie dem Stadtforst Traunstein das Weidenflechtmaterial lieferte die Flussmeisterei Laufen des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein. Als wichtigster Beitrag, weil am sichtbarsten und wohl auch am schwierigsten zu verwirklichen, sind die Leistungen der Zimmerer-Schüler der Berufsschule I in Traunstein hervorzuheben.
Mit dem steil aufragenden und tief herunter gezogenen Holzschindeldach sowie den lehmverputzten, aus Weidenruten gewundenen Wänden mutet das Bajuwarenhaus recht urtümlich an. Der Betrachter fühlt sich 1500 Jahre, in die Frühgeschichte, die Zeit der Völkerwanderung, zurückversetzt.
In zahlreichen Arbeitsstunden besorgten Vereinsmitglieder und Teilnehmer des „Zeitspuren“-Projekts, welches vom österreichischen Denkmalamt in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Museum Carolino Augusteum sowie dem Waginger Bajuwarenmuseum durchgeführt wird, den Ausbau des Bajuwarenhauses. So mussten annähernd 200 m2 Weidenwände geflochten und mit Lehm verputzt sowie umfangreiche Erdbewegungsarbeiten durchgeführt werden. Auf dem etwas erhöhten Standplatz im nördlichen Teil des Kurparks, unter dem sich ein gänzlich unhistorisch-modernes großes Regenrückhaltebecken verbirgt, zieht der auffällige Holzbau schon von weitem die Blicke auf sich und verführt zu neugierigem Besuch.
Willkommen  
  Das Bajuwarenhaus befindet sich im Kurpark in Waging am See. Ein Besuch lohnt sich! Auf Anfrage bei der Tourist Information, fragen Sie nach Franz Patzelt, können Sie das Haus von Innen besichtigen, oder eine kostenlose Führung buchen.  
 
 
 
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